Union Berlin - Greuther Fürth


Datum: 11.11.2018
Ground: Stadion an der alten Försterei
Wettbewerb: 2. Bundesliga
Begegnung: 1. Fußball-Club Union Berlin - Spielvereinigung Greuther Fürth
Zuschauer: 21.785
Eintritt: 14,50€

Ground Nr.: 196


Der 11.11... Vielerorts beginnt an diesem Datum der Karneval. Für mich und einen Kumpel begann an diesem Morgen gegen 8 Uhr die Zugfahrt von Osnabrück nach Berlin.
Unverkleidet und auch erkältet machte ich mich also auf den Weg Richtung Osten.
Das erste Bier ging nur schwer hinunter, was vielleicht an meiner Krankheit lag. Beim Zweiten ging es aber dann schon einfacher.
Unkompliziert und ohne Verspätungen kamen wir am Berliner Hbf an. Von da an ist es durch ein wenig S- und U-Bahn fahren relativ einfach zum Stadion an der alten Försterei zu kommen, das in Berlin-Köpenick beheimatet ist.
Die Vorfreude war wirklich riesig. Union ist schon lange ein Traum von mir gewesen.
Leider gab es direkt zu Beginn im Stadion einen Dämpfer. Im Gästeblock gerieten die Fürther Gäste mit den Ordnern aneinander. Der Grund dafür ist mir bislang nicht bekannt. Ich bin für eine Erklärung offen, meldet euch bei mir, wenn ihr mehr wisst.
Im Zuge der Auseinandersetzung griff die Polizei ein und sorgte dafür, dass die Reiberei beendet wurde. Dies geschah (so meine Wahrnehmung) durch Ingewahrsamnahmen von einigen mitgereisten Fürthern. Infolge dessen stellten die Gäste für die gesamte Spielzeit ihre Supportaktivitäten ein. Die Fans um das "Wuhle Syndikat" auf der anderen Seite des Stadions solidarisierten sich mit den Gästen und schwiegen ebenfalls. Vereinzelt gab es dennoch Gesänge gegen die Polizei und den DFB.
Ich hatte mich also schon auf ein Spiel ohne organisierten Support eingestellt, als ich zu Beginn der zweiten Halbzeit positiv überrascht wurde. Die Unioner nahmen wieder ihren vollen Support auf. Dieser war so geil, dass ich gerne 90 anstatt 45 Minuten gelauscht hätte. Der Support der Eisernen unterscheidet sich vom Klang her deutlich von anderen Fanszenen. Er wirkt irgendwie ruhig und exzessiv zugleich, einfach schwierig zu beschreiben, aber sehr sehr schön.

Im Stadion wird Berliner Pilsener ausgeschenkt. Widerlich. Ich kannte das Bier vorher nicht, habe aber auch nur eins getrunken. Das schmeckte mir mal überhaupt nicht. Aber jedem das seine...

Das Stadion an der alten Försterei besteht fast ausschließlich aus Stehplätzen. Nur eine Tribüne ist mit Sitzplätzen bestückt. In genau der Optik der alten Försterei wünsche ich mir die Stadien, nicht so einen Dreck wie zum Beispiel in München (FCB).
Das Schönste am Stadion kann man aber nicht sehen. Man muss es wissen und spüren. Hierbei geht es um die Bauweise. Eröffnet wurde das Stadion bereits 1920. Aber im Jahre 2001 stand der Bau eines neuen Stadions im Raume, da die alte Försterei nicht mehr die Auflagen für die zweite Liga erfüllte. Daraufhin wurde von den Eisernen die Intiative "proAF" (pro Alte Försterei) gegründet. 2008 startete dann der Umbau, bei dem fast 2.000 freiwillige Unioner-Fans halfen, um den Verein finanziell zu entlasten. So möchte man es doch öfter sehen. Die Herzensverbindung zwischen Verein und Fans war fast zum Anfassen spürbar.

Die Rückfahrt verlief dann weniger reibungslos. Bis zum Berliner Hbf lief alles glatt. Dann sollte unser Zug um 18:34 Uhr abfahren und um 21:59 in Osna ankommen. Gegen 18:20 erfuhren wir dann, dass dieser Zug ausfällt, da er "kaputt sei" und wir "uns doch nicht so aufregen sollen".
Mit einem Ersatzzug sind wir dann über Hamburg gefahren, wo wir umsteigen mussten. Von da aus ging es nach Osnabrück, wo wir fast gegen 23 Uhr ankamen. Also nahezu Stunden später als geplant. Schön ist was anderes.

Was aber stärker in Erinnerung bleibt ist das geile Stadion mit den verdammt geilen Fans. Union werde ich mir definitiv nochmal antun (hoffentlich irgendwann mit Osna aus dem Gästeblock heraus...).

Bilder:













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